Saturday, 10. january 2009 6 10 /01 /Jan. /2009 15:29
 

 

Als ich noch ein Welpe war, unterhielt ich dich mit meinen Mätzchen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich "dein Kind" und trotz einer Anzahl von gekauten Schuhen und einigen Sofakissen, die ich "ermordete", wurde ich dein bester Freund. Wann immer ich "ungezogen" war, zeigtest du mir mahnend den Zeigefinger und sagtest: "Wie konntest Du?" - aber dann hattest du dich sofort erweichen lassen und rolltest mich zur Seite, um meinen Bauch zu kraulen. Meine Aufenthalte in der Wohnung wurden während deines Studiums immer länger, aber ich riss mich zusammen. Ich erinnere mich an jene Nächte, als ich mich an dich im Bett ganze nahe anschmiegte und dir zuhörte, wie du im Schlaf gesprochen hattest und ich glaubte, dass das Leben nicht vollkommener sein könnte. Wir gingen in den Park, um dort lange spazieren zu gehen oder um herumzutollen, wir fuhren mit dem Auto irgendwohin, kauften uns ein Eis (ich erhielt nur den Rest der Waffel mit ein wenig Eis, weil, "zuviel Eiscreme ist für Hunde nicht gesund", sagtest Du), und ich hielt im Sonnenstrahl, der durch die Balkontüre ins Wohnzimmer hinein schien, ein langes Schläfchen und wartete so, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.

Allmählich verbrachtes du mehr Zeit auf der Arbeit als zu Hause mit mir, um "Karriere" zu machen. Auch verbrachtest du nun sehr viel Zeit damit, um einen "menschlichen Partner" finden zu können. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei Liebeskummer und deinen Enttäuschungen und freute mich ebenso mit dir, als du Erfolg bei einer Frau hattest. Sie, jetzt ist sie deine Ehefrau, ist kein "Hundeliebhaber", aber trotzdem begrüßte ich sie in unserem Heim, respektiere sie und zeigte ihr, dass ich sie mag. Ich war glücklich, weil du glücklich warst!

Dann kam die Zeit, in der Babys zur Welt kamen. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von der glatten Haut und vom angenehmen Geruch des Babys fasziniert, so dass auch ich sie bemuttern wollte. Aber du und deine Frau dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden und sie verletzen könnte. Daher musste
ich die meiste Zeit nun verbannt in einem anderen Raum verbringen, Oh, wie ich sie lieben wollte, aber es war mir vergönnt, denn ich war ein "Gefangener der Liebe". Während sie anfingen zu wachsen, wurde ich ihr Freund. Sie zogen an meinem Fell, griffen auf wackeligen Beinen nach mir, stießen ihre Finger in meine Augen, forschten an meinen Ohren und gaben mir Küsse auf meine Schnauze.

Ich liebte alles an ihnen, besonders ihre Berührungen, weil Deine so selten wurden. Ich war soweit, dass ich die Kinder notfalls mit meinem Leben verteidigen würde. Ich war soweit, in ihre Betten zu schleichen, um ihren Sorgen und geheimsten Träume zuzuhören. Zusammen mit ihnen das Motorengeräusch deines Autos zu erwarten, während du in die Einfahrt fuhrst.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Brieftasche ein Foto von mir und erzähltest mit vollem Stolz über mich. Die letzten Jahre antwortest du nur noch mit "Ja" und wechselst das Thema. Ich war früher "Dein Hund" und bin heute "nur ein Hund"!

Dann hattest Du eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt, und du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Du hattest für dich und deine Familie die richtige Entscheidung zu finden, obwohl es einmal eine Zeit gab, in der "ich" deine Familie war.
Mann oh Mann, hatte die Autofahrt Spaß gemacht, bis ich bemerkte, wo wir angekommen waren. Es roch nach Hunden und Katzen, nach Furcht und nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde. Die beiden Damen hinter der Theke zuckten mit den Achseln und zeigten dir einen geschmerzten Blick. Sie verstanden die Wirklichkeit, der ein Hund mittleren Alters gegenüberstand, ja sogar ein Hund mit "Papieren", Du hattest die Finger deines Sohnes von meinem Halsband lösen müssen, während er weinend schrie "Nein Papa, bitte lass mir meinen Hund nicht wegnehmen!" Ich wunderte mich in diesem Moment nur, wie du ihm gerade Lektionen über Freundschaft und Loyalität, über Liebe und Verantwortlichkeit beibringen konntest. Zum Abschied gabst du mir einen Klaps auf den Kopf, vermiedest dabei, mir in meine Augen zu schauen und lehntest höflich ab, mein Halsband und meine Leine mitzunehmen. Du hattest einen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen! Kurz nachdem du
gegangen warst, sagten die zwei netten Damen, dass du vermutlich Monate voraus vom Umzug wusstest und somit auch eine Möglichkeit vorhanden gewesen sein musste, einen "guten Platz" für mich zu finden. Sie schüttelten ihre Köpfe und fragten sich ... "Wie konntest Du?"

Die beiden netten Damen widmeten uns ihre ganze Aufmerksamkeit, wann immer es ihre Zeit zuließ. Sie fütterten uns täglich und ausreichend, aber ich verlor meinen Appetit bereits vor Tagen. Anfangs, wann immer jemand an meinen Gehege vorbei ging, hetzte ich zur Frontseite und hoffte, dass du es bist, dass du deine Meinung geändert hättest und dass alles nur ein böser Traum war, oder ich hoffte, dass es zumindest jemand sein würde, der mich mögen könnte, der mich retten würde.


Aber die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den liebenswerten, kleinen und so tolpatischen Welpen aufnehmen konnte. Weltvergessen in meinem eigenen Schicksal zog ich mich in einer weichen Ecke zurück und wartete ab.

Eines Tages, es war am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man holte mich ab, ich ging über einen langen Korridor, bis ich an dessen Ende einen Raum betrat. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau platzierte mich auf einen Tisch, kraulte meine Ohren und erklärt mir, dass ich mich nicht zu sorgen hätte. Mein Herz schlug in voller Erwartung auf das, was da kommen sollte.

Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl der Entlastung. Mir, dem Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Gemäß meiner Natur war ich mehr um die nette Frau besorgt, als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie eine Belastung trägt, die tonnenschwer sein musste. Sie platzierte leicht einen Aderlass um mein Vorderbein, während eine Träne ihre Wange hinunterkullerte. Ich leckte ihre Hand in der gleichen Art und Weise, wie ich es bereits Jahre vorher tat, um dich zu trösten. Sie schob sachverständig die hypodermatische Nadel in meine Vene. Nachdem ich den Einstich und den Eintritt der kühlenden Flüssigkeit in meinen Körper verspürte, lehnte ich mich schläfrig zurück, schaute dabei in ihre freundlichen Augen und murmelte: "Wie konntest Du?". Möglicherweise verstand sie meine Hundesprache, denn sie sagte, "Es tut mir leid!". Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht ignoriert, missbraucht oder verlassen würde. Einem Platz, an dem ich mich nicht verstecken müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.

Mit meinem letzten Bissen von Energie wedelte ich mit meinem Schwanz und versuchte ihr so zu sagen, dass mein "Wie konntest Du?", nicht gegen sie gerichtet war. Ich dacht an dich, mein geliebtes Herrchen. Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Möge jeder dir in deinem Leben immer diese Loyalität
zeigen.

Einige Worte des Autors:

Wenn "Wie konntest Du?" Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier in eine Familie aufzunehmen, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen



Jim Willis.

 

 

 
 Lebwohl kleiner Kerl
   
Top
von Kitty - veröffentlicht in: Hund - Community: Kittys-Tiervermittlung
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Saturday, 10. january 2009 6 10 /01 /Jan. /2009 15:23
Armer kleiner Kerl

Alles was ich noch weiss ist, dass ich im Oktober 2007 ausgesetzt wurde. Da es nachts schon sehr kalt war, habe ich mich entschlossen, mich nach 3 Tagen doch fangen zu lassen. Ich hatte einen verdammten Hunger und die Polizisten waren so nett mich mit Futter in einen Lieferwagen zu locken. Rein - Tür zu - drin - warm. So kam ich erst mal für 3 Wochen ins Tierheim. Ich saß in meinem Zwinger und heulte wie ein Wolf. Bellen durfte ich nämlich nicht bei meinem alten Rudel. Meine Familie hat mich nicht mehr abgeholt - obwohl ich nie böse war. Nie. Ich habe so laut geheult, bis mich ein Mann und ein Junge gehört haben. Die haben mich gar nicht gesehen erst. Die sind dann gekommen und haben mich ziemlich schnell rausgeholt. Puh - jetzt blos dranbleiben hies meine Devise. Blos schauen dass die nicht auch wieder abhauen. Die waren nämlich echt nett und die mochten mich auch sehr gerne. Ich glaube die hatten vorher schon so einen wie mich. Überall waren noch Hundesachen im Bau. Am Anfang durfte ich noch nicht von der Leine. Mir war es recht - so konnten die wenigstens nicht abhauen. 10 Meter Leine mit Verstecken spielen. War einfach mit einer guten Hundenase. Und ich hatte eine verdammt grosse Hundenase. Und dann kam der Moment - im Wald - schnipp die Leine wurde gekappt. Sofort musste ich schnell mal eine Runde drehen - die Gelegenheit war so günstig. Nein ich bin nicht abgehauen. Ich bin ganz schnell in den Wald rein - 1 Minute durchgestreift - und kam wieder raus. Und da war es noch : mein Herrchen.Und es war begeistert, dass ich wieder da war. Ab da wusste ich - auf den kann ich mich verlassen. Der verschwindet nicht einfach so - wie die anderen.Wir sind dann viele, viele Tage rumgestreift. Im Wald , in den Bergen , mit dem Rad - Mann das war Klasse - so was hab ich noch nie vorher gesehen. Mir gefiel es von Tag zu Tag besser. Nur etwas müde war ich ab und zu. Aber Müdigkeit ist ja nichts schlimmes. Mann konnte ich poofen. Es waren nun schon drei Monate ins Land gegangen. Wir gingen wie immer Gassi in der Früh, da konnte ich plötzlich nicht pinkeln. Ich hob das Bein - und - es kam nix. Beim Tierarzt stellten sie einen 10 fach zu hohen Kreatininwert fest. Ich machte mir da keine Sorgen. Es war ja alles in bester Hand. Mein Herrchen kümmerte sich ab da den ganzen Tag um mich. Er durfte sogar Infusionen in die angebrachte Kanülle legen. Fast jeden Tag sind wir zum Tierarzt. Gut - ich wurde immer mehr müde. Hatte keinen Appetit mehr und musste immer so viel brechen. Ich wurde auch immer dünner. Aber ich wusste, es wird alles gut. Panik hatte ich eigentlich nicht. Was ist schon ein Nierenversagen - wer schon einmal verlassen wurde, weiss dass er das Schlimmste hinter sich hat. Das Schlimmste. Am 10. Tag bekam ich nachts starke Schmerzen. Die waren so stark, dass ich nach meinem Herrchen schnappte. Es war ein Reflex. Ich wollte das nicht das müsst ihr mir glauben. Aber es tat so weh. Mein Herrchen rief den Tierarzt an. Der kam auch gleich und gab mir was gegen die Schmerzen. Wir sind noch in der Dunkelheit zum Tierarzt gefahren. Ich sagte euch doch - es wird wieder. Ich hatte auch Fleischbrühe geschlabbert am Vorabend. Ich hatte mir vorgenommen voll zu kämpfen und ich hatte meinem Herrchen versprochen, dass ich es schaffe. Fest. Wo war ich stehengeblieben - ach ja beim Tierarzt. Hier kannte ich mich schon aus. Hier geröntgt, dort Blut abgenommen und da eine Infusion. Es ging mir richtig gut. Es geht mir immer gut, wenn jemand für mich da ist. Mein Herrchen sitzt dicht neben mir.Schon seit Stunden. Ich mag das wenn man mein Dalmatinerschlappohr durchkrault. Jetzt bewegen sich alle so komisch, als wenn sie aus dem Haus gehen - ohne mich. Ich merke das sofort. Die Ärztin meint zu meinem Herrchen - wir müssen ihn gehen lassen. Gehen lassen. Da habt ihr euch aber getäuscht. Ich gehe nicht weg von euch. Dalmatiner können stur sein. So stur.

Mein Herrchen stoppt das Kraulen. Wird ruhig - sehr ruhig. Langsam streicht er über mein Fell. Ich habe ein sehr seidiges Fell müsst ihr wissen. Ich bekomme wieder so ein Mittel in meine Vene. Alles wird gut, Kleiner, flüstert mein Herrchen. Na klar wird alles wieder gut. Ich bin doch beim Arzt. Die Stimmen werden leiser, mein Herrchen wird immer verschwommener - Mein Ohr wird wieder gekrault, aber das Kraulen wird immer leichter. Auch mir wird plötzlich so leicht. Das ist das Wetter. Na klar - das Wetter. Ich kenne das. Das Wetter schlägt um. Vor mir taucht ein Weg auf - in vielen bunten Farben. Obwohl ich nicht will - ich entferne mich von meinem Herrchen. Ich sehe ihn von weit weg, wie er einen Hund festhält - in seinen Armen. Schon so weit weg. Er spricht mit ihm. Ich kann es nicht verstehen. He was machst du dort. Ich bin doch hier. Er sieht mich nicht. Verdammt jetzt müsste man bellen dürfen. Ich versuche hinzulaufen. Aber je schneller ich laufe auf diesem Weg, desto weiter entferne ich mich von ihnen. Das wird doch nicht schon wieder so eine Verlass-mich-Geschichte. Mein Herrchen verschwindet! Das kannst du nicht machen. Ich bin immer beim ersten Pfiff zurückgekommen. Ok beim zweiten. Gut, ich hab mal auf den Teppich gekotzt. Aber nur einmal. Deswegen wirst du doch nicht mich verlassen. Verlassen. Und du tust es doch. Schon wieder mal. Ich werde euch Menschen nie wieder vertrauen. Und ich werde bellen. So oft und so lang ich will. Das habt ihr jetzt davon.

Huch. Von hinten stubst mich was an. Es hat weiss schwarze Haare und riecht genauso wie die Haare im Bau."Hey, du bist Bongo. Ich hab auf dich schon gewartet. Bin da unten ab und zu mit dir mitgesaust. Hast mich aber nicht bemerkt. Ich heisse Butzi. War 10 Jahre bei denen. Sind echt ok. Du bist ein junger." Zwei Jahre sage ich leise. Ist das wenig?" Kommt drauf an. Hier oben sind auch 1000 Jahre wenig." Hier oben? "Ja, die da unten nennen es Hundehimmel. Immer wenn dein Herrchen an dich denkt, fällt dir ein Knochen auf den Kopf. Echt cool."Und wenn man kein Herrchen hat, das an einen denkt?". Dann kannst du einen von mir haben." Autsch-Verdammt! "Das ist aber ein riesen Knochen. Siehst du, hast doch ein Herrchen. So aber jetzt komm. Zurück kann man nicht mehr. Weiss nicht warum, aber is so. Hab schon alles probiert. Es gibt so viel zu entdecken hier. Alles ohne Leine. Überall auf dem Weg liegen Leckerlies. Und ganz viele Postboten laufen rum. Und Katzen."Darf man auch bellen? "Klaro - Mann du stellst Fragen.Wer zuerst 10 Briefträger hat, hat gewonnen...



von Kitty - veröffentlicht in: Hund - Community: Kittys-Tiervermittlung
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen
Saturday, 10. january 2009 6 10 /01 /Jan. /2009 03:19

Hallo und herzlich Willkommen auf meiner Homepage! Ich freue mich sehr über Euer Interesse.

Hier erfahrt Ihr alles Wissenswerte zur Hunde und Katzenpflege und auch wissenwertes über

andere Tiere ich würde mich freuen wenn ihr recht häufig vorbei schaut.

Falls ihr mal Probleme mit euren Tierchen habt weil sie nich hören oder anderes.Meldet euch.

Wenn ihr eine Tier sucht oder abgeben müsst werde ich es natürlich mit in meine HP setzen

da mit der oder die Tiere ein neues Zuhause finden.

Setzt euch mit mir in Verbindung unter: shilamouse2006@arcor.de

Ihr könnt aber auch auf meine HP schaun.

www,kittys-tiervermittlung.de

Würde mich freuen.

von Tina - veröffentlicht in: Hund - Community: Kittys-Tiervermittlung
Kommentar hinzufügen - Kommentare (0)ansehen

Über diesen Blog

Blog erstellen

Kalender

January 2012
M T W T F S S
            1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 31          
<< < > >>
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum